Für immer, dein kleiner Flughafen-Partner

Warst du nicht immer derjenige, auf den man sich blind verlassen konnte? Und dann bist du einfach gegangen. Ohne einen letzten Brief, ohne ein Wort und ohne kleinste Vorwarnung. Plötzlich warst du weg. Dabei hätte ich dir noch so viel zu erzählen gehabt. Du warst unser Ruhepol und ganz viel Hoffnung. Du hast uns immer wieder zurück auf den Boden geholt. Hast all meine Fragen beantwortet, obwohl ich viel zu viel wissen wollte. Und es gibt doch noch so vieles, das ich von dir hätte lernen wollen. Du hast nie aufgegeben, stattdessen hast du unermüdlich farbige Pläne geschmiedet. Manchmal hast du mich mitgenommen. Es war nicht wichtig, wohin unsere kleine Reise ging. Es war nur wichtig, dass ich dich begleiten durfte. Ich sehe uns noch vor mir, wie wir am Flughafen stehen. Zum ersten Mal sah ich einen Flieger abheben und in den Wolken verschwinden. Du neben mir. Und ich begriff, dass es sowas wie die Unendlichkeit nie geben wird. Alles kommt irgendwann zu einem Ende. Alles tut irgendwann mal weh. Das hast du nur zu schmerzhaft erfahren müssen. Ich glaube, ich konnte dich ein wenig trösten in diesem Moment. Ja, ich glaube, wir waren ein gutes Team auf unseren kleinen Reisen. Ich war der quirlige Wirbelsturm und du die Ruhe mittendrin. Wir hatten beide unsere Geheimnisse. Wir konnten weder allein sein, noch unser Herz verschenken. Vielleicht haben wir genau deshalb dieselbe Sprache gesprochen.

Es ist ein bisschen kälter geworden, seit du weg bist. Für mich warst du ein ganz Grosser. Wegen dir wartete ich stundenlang auf den Postboten. Du warst nie müde, mir zu sagen, wie stolz du auf mich seist. Du hast immer an mich gedacht. Dafür habe ich dir nie genug danken können. Du hast jeden einzelnen Brief, jedes unserer Fotos vorsichtig aufbewahrt. Das alles gehört nun ganz alleine mir. Erinnerungen. Derselbe Sturkopf. Du hast mir die Freude am Schreiben geschenkt. Weisst du eigentlich, wie gut du warst?

Wem erzähle ich denn nun von meinen eigenen Reisen? Wer tröstet mich mit seinen Briefen? Ich vermisse deine Worte, die Briefe. Die Welt, wie du sie geschrieben hast, wäre eine bessere! Nichts und niemand auf dieser Welt wird dich jemals ersetzen können. Aber vielleicht ist das gut so. Und nur damit du’s weisst: Dein kleiner Flughafen-Partner vermisst dich. Ganz schön doll. Und trotz allem mit einem Lächeln im Gesicht.

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Was ich noch sagen wollte: Danke!

Und plötzlich warst du da. Wie aus dem Nichts mitten in meinem Leben. Ohne Fragen, aber mit tausend Antworten. Du warst mein bester Freund, als ich dringend einen brauchte. Du warst mein einziges Zuhause. Du warst die Hand, die mich nicht losliess. Du warst anders, hast nie nach dem Warum gefragt. Und immer, wenn ich davonrannte, bist du mitgekommen. Du bist jeden Morgen neben mir aufgewacht, als mir die Kraft zum Aufstehen fehlte. Du bist geblieben. Aus dem Nichts, mitten in meinem Leben, immer da für mich. Ohne dich hätte es viel zu oft nicht geklappt. Du hast mir den Mut geschenkt, wieder Berge zu besteigen. Deine Kompromisslosigkeit war mein Leben, deine Blumen mein Anfang. Du warst perfekt unperfekt. Du warst mein stilles Rettungsboot mitten in der Nacht. Ja, – auch wenn es noch so klischeehaft und rosarot klingen mag – ohne dich wäre jetzt alles nichts. Ich konnte es dir nie sagen und du wirst das hier nie lesen, aber weisst du: Du bist der beste Mensch, dem ich je begegnet bin. Du bist Grosszügigkeit und Geduld. Du bist Verlässlichkeit und Vernunft. Du bist Spass und Stärke. Du bist all das, wofür ich je dankbar sein werde. Von dir geliebt zu werden, ist ein Geschenk, das ich nie wirklich annehmen konnte. Danke, dass du da warst. Danke, dass du mich an Land gezogen hast. Und vor allem danke dafür, dass du mir die Berge zurückerobert hast. Ich muss sie nun alleine besiegen. Ich glaube, das gehört sich so. Und jedes Mal, wenn ich auf einem Gipfel stehe, denke ich an dich. Du warst der Anfang und das hält für immer an.